Versand und Retoure
innerhalb Deutschlands kostenfrei

Jedes Stück wird nach der
Bestellung individuell
für Dich gefertigt

CO2 neutraler Versand
mit DHL Go Green

Denim – All-Time Favourite

Denim – All-Time Favourite
16. April 2021 Baerbel
In Textiles Wissen

Aktuell findet ihr einige Denimprodukte in meinem Online-Shop. Ich habe mich gefragt, wie dieses Material in die Welt kam, und folgende Geschichte für euch recherchiert:

Der Begriff Jeans wird heute im Allgemeinen für die Allroundhose beider Geschlechter verwendet. Die Erfindung der Jeans wird Levi (Löb) Strauß zugeschrieben, der 1829 in Buttenheim, Franken geboren wurde. Levi Strauß wanderte 1847 mit einigen Ballen Segeltuch nach San Francisco aus. Zunächst ließ er daraus Zelte und Planen fertigen. Später verlegte er sich auf strapazierfähige Latzhosen mit Trägern, die hinten am Bund befestigt wurden. Da Goldgräber im Westen besonders praktische und strapazierfähige Hosen brauchten, wurden die aufgesetzten Taschen mit doppelten Nieten gesichert.

Als das mitgebrachte Segeltuch aufgebraucht war, entdeckte Strauß ein anderes Material, dass er aus Europa einführte. Es handelte sich um einen noch haltbareren Baumwollstoff aus einer bereits im 15. Jahrhundert von Ludwig XI. gegründeten Baumwollmanufaktur im französischen Nîmes. Das Material war ein sogenannter Köper oder Serge. Aus dem Namen „Serge de Nîmes“ wurde bei den Amerikanern sehr schnell der Begriff Denim geboren, was seitdem die Bezeichnung für jenen Stoff ist, den wir auch als Jeansstoff kennen.

Charakteristisch für Denim ist, dass der Kettfaden – also der Längsfaden des Gewebes – mit Indigo blau eingefärbt wird, während der Schußfaden – also der Querfaden der Bindung – weiß bleibt. Indigo ist übrigens der älteste bekannte Naturfarbstoff und kann bereits seit 1880 chemisch hergestellt werden. Neben der Färbung erkennt man Denim noch an einem anderen typischen Merkmal: Als Bindung (so wird die Verkreuzung von Kett- und Schußfaden genannt) wird eine sogenannte Köperbindung verwendet, wodurch die typischen diagonalen Rippen entstehen. Diese Struktur ist auch dafür verantwortlich, dass Denim so strapazierfähig ist. Der Stoff Chambray dagegen wird in Leinwandbindung gewebt und ist dadurch feiner und weicher. Er wird häufiger für Blusen und Kleider verwendet.

Wie langlebig Denim ist, zeigt noch ein anderes spannendes Detail: Levi Strauss erhielt auf seinen Hosenschnitt 1873 ein Patent und ab 1886 wurde als Markenzeichen ein Lederetikett mit zwei Pferden aufgenäht. Seit 1890 gibt es den Grundschnitt für die Levis mit der Produktionsnummer 501, wobei die 5 für die 5 Taschen steht und 01 für die erste Serie dieser Hosen. Die Levis 501 ist auch heute noch eine der beliebtesten Hosen.

Ich liebe Jeans mit seinen vielen Varianten, weil es komfortabel zu tragen, alltagstauglich und gleichzeitig vielseitig kombinierbar ist.

Mein persönlicher Liebling ist dieses wunderschöne Oberteil mit geschwungenen Teilungsnähten. Jetzt fehlen nur noch die passenden Temperaturen…

 

(Quellen: Reclams Mode und Kostümlexikon Inge Loschek, 5. Auflage 2005, Seite 280 und Lexikon der Gewebe, Thomas Meyer zur Capellen, 2. Auflage 2002, Seite 90)

Comments (0)

Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*